HERREN – Prosit Neujahr

HERREN – Prosit Neujahr

25:22, 25:22, 25:17

Der Strichkampf intensiviert sich! Nach der Vorrunde schnupperten drei Streuner am Tabellenhintern rum. Doch in den letzten Spielen verlegten sich diese auf einmal aufs Punktesammeln und nun scheint eine ganze Meute in das Abstiegsgerangel involviert – denn den Letzten beissen bekanntlich die Hunde. (Man munkelt, dass manche schon Verstärkung von oben gerufen haben…)

Zum chinesischen Neujahr der Ratte waren wir daher besonders heiss, drei Punkte mussten wenn möglich her (Gottseidank nicht vier…). Sogar Glückskekse hatten wir dafür besorgt, deren tiefgründige Weisheiten uns bestimmt noch lange beflügeln werden. Doch die Duftmarke setzte zunächst Spiez: Gleich mit einer schönen Kombination erzielten sie den ersten Punkt. Wir – offenbar etwas baff – liessen sie sodann auf 1:5 davonziehen. Timeout und Rudelbildung am Spielfeldrand.  

Immer ein bisschen Distanz wahrend, zottelten wir in der Folge Spiez hinterher, kamen dabei aber zunehmend ins Spiel und nagten konsequent am Vorsprung des Gegners. Die gesteigerte Intensität im Training davor zahlte sich hier aus, sprich: liess uns nicht so schnell in Stress geraten. Und strategisch kamen wir ziemlich schnell auf den Hund: des Gegners Bissigkeit konzentrierte sich in der Mitte, wo sich die Wendigsten und Grössten aufhielten. War man imstande diese beiden an der kurzen Leine zu halten, sollte die Wende möglich sein. Tatsächlich legten wir zum Schluss eine markante Steigerung hin (weniger Fehler, druckvolles Spiel) und überrumpelten den bis dahin stets führenden Gegner auf der Zielgeraden.

Der zweite Satz hatte offensichtlich das Bedürfnis, eine Kopie des ersten zu sein (typisch chinesisches Imitat). Wieder 1:5 Rückstand. Wieder hintendrein bis über die Satzhälfte, obwohl wir das Reich der Mitte inzwischen ganz gut im Griff hatten und über sämtliche Positionen Druck erzeugen konnten. Aber mit geschickten und variablen Finten hielt uns das abgeklärte Spiez auf Trab. So reicherte sich die Atmosphäre zwischenzeitlich mit etwas mehr Hitze an, und als man sich unter dem Netz auf die Pfoten stand, wurde ordentlich gekläfft. Ein Wechsel brachte in dieser Situation eine erste Entspannung für uns: Unser neu zugelaufener Hund sorgte mit einem Rattenschwanz von Servicewinnern für den Turnaround in diesem Satz – und in der chrunchtime bissen wir wieder gnadenlos zu.

Im dritten Satz gelang uns endlich ein wünschenswerter Start. Zwar kämpfte sich der Gegner nochmals heran und drohte diesmal den Spiez (haha) umzudrehen. Letztlich war dieses Aufbäumen jedoch der Schlusspunkt einer intensiven und umkämpften Partie. Dank einiger rattenscharfer Angriffspunkte setzen wir uns wieder ab, Spiez dagegen schien zunehmend den Schwanz einzuziehen. Damit neigte sich das Spiel rasch zu unseren Gunsten und zur Belohnung unseres ersten 3:0 Sieges verspeisten wir anschliessend ganz nach chinesischer Manier heisse Hunde in geselliger Runde.

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