HERREN – It’s the economy, stupid!

HERREN – It’s the economy, stupid!

25:22, 21:25, 25:19, 18:25, 10:15

28:26, 25:23, 25:22, 26:24

Ja, wenn’s um die Pfründe geht, hört der Spass alleweil auf. Es geschah im Tiebreak beim Stand von 11:7 für Bödeli, als die Schiedsrichterin zum Schreiberpult beordert wurde. Irgendetwas stimmte nicht in der Bilanz. Wo sich der Zahlendreher letztlich genau versteckte, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. Aber nach einem nicht gerade kurzen Unterbruch, der mit erheblichem Unmut und lautstarkem Protest angereichert war, entschied die Unparteiische, den Kontostand auf 8:6 zurückzusetzen. Bödeli spielte fortan mit der Wut im Bauch, wir dagegen agierten zahm.

Ärgerlich aus unserer Sicht war aber vielmehr der Verlust des zweiten Satzes. Im Anschluss an den ganz ansprechenden ersten Satz gelang es uns, im zweiten sogleich einen komfortablen Vorsprung zu erwirtschaften, und beim Stand von 15:6 glaubten wir schliesslich ziemlich gut vorgesorgt zu haben. Es sollte anders kommen. Bereits in der Woche zuvor konnten wir gegen Spiez mit einem ähnlich hohen Vorsprung nicht haushalten. Damals ging es gerade noch gut. Diesmal aber verprassten wir unser Punktevermögen nicht nur, sondern erklärten geradezu den spielerischen Bankerott (eine Restbilanz von 19:6 ist wahrlich ein miserables Ergebnis…).

Überhaupt war es wohl eines unserer mässigsten Spiele dieser Saison. Wir produzierten teilweise Fehler als wollten wir eine Spendenaktion lancieren. Im Service und Angriff schossen etliche Bälle übers vereinbarte Ziel hinaus. Auch unsere Annahme präsentierte sich ungewohnt instabil, selbst die sogenannten Gratisbälle durchliefen auf dem Weg zum Passeur unnötig oft eine Teuerung, so dass sich am Ende unser Angriffsportfolio kaum entfalten konnte. In der zuletzt vielgelobten Blockarbeit schien ein wirksames Konzept zu fehlen. Ein Fünfjahresplan hätte es ja nicht gerade sein müssen…. Unsere Fehler fanden jedenfalls reissenden Absatz beim Gegner, der uns wiederum mit einem Mischfonds aus Smashes und Finten bedrängte. So blieb unsere Formkurve über die restliche Spielzeit ziemlich volatil. Einen Satz vermochten wir noch einzusacken, danach war aber leider Schluss.   

Nach den zuletzt sehr erfolgreichen Matches war das also eine kleine Baisse. Gelegenheit unsere Nachfrage nach Punkten zu befriedigen und den ligatechnischen Konkurs vorzeitig abzuwenden, hatten wir immerhin schon zwei Tage danach in Thun Seefeld. Dort hatte man ein kleines Clubfest im Angebot, zu dem wir eingeladen waren. Chips, Kuchen und Bier waren umsonst, auf dem Spielfeld schenkte man uns aber nichts mehr. Einmal mehr erlebten wir eine sehr intensive Begegnung auf Augenhöhe, die fast in jedem Satz zu einem maximal knappen Ergebnis führte. Meistens lagen wir immer ein bisschen im Hintertreffen, bevor wir in der money-time so richtig loslegten. Da wurde es jedes Mal enorm stimmungsvoll und nervenaufreibend und es fehlte letztlich nur ganz wenig, um unser Punktebudget ein wenig aufzupolieren. Obwohl wir unglaublich viel an Energie und Herzblut investierten, standen wir am Ende aber ohne Abfindung da…  

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