Herren – Mission Impossible

Volley Papiermühle – volleyliebefeld

25:21, 25:22, 25:17

Eine lange Reise war es von der zweiten Vorrundenpartie bis zum letzten Saisonspiel gegen denselben Gegner. Damals konnten wir vollbestückt und von unzähligen Girls beklatscht auftreten. Nun begaben sich gerade noch sieben Agenten auf eine eher aussichtslose Mission ennet der Aare. Ausserdem gab es weder etwas zu Gewinnen noch zu Ärgern – das hatten wir bereits in der Vorrunde erledigt, als wir Papiermühle einen Punkt stahlen.

Mit leichter Verspätung traf die bescheidene Truppe in der Halle ein. Verstärkung erhielten wir einzig von unserem Ex-Zögling, der zudem einen Maulwurf einschleusen konnte. Wobei dieser Doppelagent hauptsächlich schwieg und sich nicht gross einmischte.

Die Auseinandersetzung begann äusserst bedeckt. Ein lahmer Ball, der gemütlich zu Boden fiel. Ein Servicefehler. Noch ein Servicefehler. Und dann noch ein lahmer Ballwechsel. Erst jetzt begannen die zwölf Akteure aufzutauen. Und Papiermühle schaffte es sogleich, sich ein wenig abzusetzen. Der stete Druck sorgte für ein gewisses Stresslevel auf unserer Seite. So beispielsweise die Anspiele, die manchmal sogar den besten von uns seitwärts entwischten. Ausserdem lief drüben sehr viel über den Hauptangreifer, der immer wieder mit kurzem Winkel den Bodenkontakt fand (wobei sich unser Block auch nicht immer protokollgemäss aufstellte).

Im zweiten Satz blieb das Geschehen zunächst ausgeglichen, bis man die Liebefelder wohl ein wenig zu unterschätzen begann. Prompt führten wir mit ein paar Treffern. Das war unsere stärkste Phase, in der wir auch das gewünschte variable Spiel aufziehen konnten. Gleichzeitig wurde es aber kritisch, weil Bäschtu einmal mehr einen seiner Schwindelanfälle ereilte. Ein Wechsel lag ausserhalb der reglementarischen Möglichkeiten. Also galt es, mithilfe des Liberos umzustellen, um wenigstens ein paar Pausen für den armen Captain zu erwirken. Das funktionierte zwar erstaunlich gut und doch generierte es ein zusätzliches Momentum an Hektik, auf das man gerne verzichtet hätte. Am Ende ging auch die zweite Konfrontation an Papiermühle.

Anfang des dritten Satzes ereignete sich dann ein kleiner Aufreger. Ein gegnerischer Akteur streute gezielt Desinformationen über unsere Aufenthaltsorte (für die er sich später fairerweise entschuldigte). Unnötigerweise aus dem psychologischen Gleichgewicht gekentert, fielen wir  in eine kleinere Krise. Im sofortigen Timeout wurde es ein wenig laut und kurz darauf brachten wir unsere Aufstellung tatsächlich durcheinander. Nun cruiste der Gegner davon und es drohte ein doch eher unschöner Abschluss der Saison. Zu viele schlechte Annahmen und verschlampte Angriffsbälle verunsicherten zunehmend. Ein letztes Mal nahm uns Chrigu zur Brust und forderte vehement mehr Leidenschaft und Stimmung. Denn obwohl der Gegner über die besseren Stunts und Waffen verfügte, war er in Sachen Konstanz doch in ziemlicher Reichweite. So vermochten wir nochmals Boden gut zu machen und mit ein paar sehr hartumkämpften und sehenswerten Punkten einen zufriedenstellenden Abschluss zu finden.

Merci Jungs und merci Chrigu für Euren Einsatz!

 

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